Drogenabhängigkeit (Teil 1 und 2): Ein gefährlicher Kick

                   Teil 1 :  Cannabis

 

 

Während die Zahl der Heroinabhängigen leicht rückläufig ist, hat sich die Anzahl der Jugendlichen die regelmäßig Cannabis oder Designerdrogen nehmen, in den letzen zehn Jahren verdoppelt.

Besonders besorgniserregend dabei ist, dass die Konsumenten immer jünger werden. Heute machen Heranwachsende ihre ersten Erfahrungen mit Haschisch oft schon mit zwölf Jahren und jeder fünfte konsumiert später regelmäßig.

 

Die enthemmende Wirkung von Drogen schafft eine scheinbare Erleichterung bei der Bewältigung von Entwicklungsaufgaben in der Pubertät, - wie Identitätssuche, Aufbau von Freundschaften und Aufnahme von intimen Beziehungen. Andererseits bieten Drogen bei Liebeskummer, Außenseitertum, Problemen mit den Eltern, Schwierigkeiten in der Schule oder Ausbildung, eine „Problemlösung“ in Form von Rauschzuständen oder Rückzug.

 

Cannabis wird in vielen Ländern illegal angebaut. Die nach Deutschland geschmuggelte Ware stammt größtenteils aus den Niederlanden.

Die weibliche Hanfpflanze entwickelt den Wirkstoff Tetrahydrocannabiol, kurz THC genannt. Die getrockneten Blüten dieser Pflanze werden als Marihuana oder Gras bezeichnet.

Haschisch ( Dope, Shit ) wird aus dem Harz der Pflanze gewonnen, mit verschiedenen Streckmitteln gemischt und zu Platten oder Kugeln gepresst. Cannabis wird dann mit Tabak vermischt und in Form von Joints geraucht oder auch pur mit Hilfe von Pfeifen ( Bongs ) oder Wasserpfeifen konsumiert.

 

Nun werden einige Eltern in ihrer Jugend auch Cannabis probiert haben. Die Situation hat sich heute jedoch grundlegend geändert : Während früher der THC-Gehalt bei 2 bis 4 Prozent lag, haben Kreuzungen und Genmanipulationen dazu geführt, dass immer stärkere Sorten gewonnen werden, deren Gehalt über 10 Prozent liegt, in Einzelfällen sogar bei fast 30 Prozent. Zudem sind Cannabisprodukte inzwischen relativ billig und überall leicht erhältlich.

 

Leider herrscht immer noch die Meinung, dass Cannabis nicht süchtig macht. Diese Behauptung ist aber grundlegend falsch ! Es entwickelt sich zwar keine körperliche Abhängigkeit, -  aber viel gravierender, da schwerer in den Griff zu bekommen, ist die psychische Abhängigkeit.

Der Konsum von Cannabis kann schnell zur Gewohnheit werden, da die Wirkung als angenehm empfunden wird und es viele Jugendliche gut finden, gemeinsam zu rauchen. Cannabis schafft eine illusorische Welt, die froher und farbiger erscheint und die Schüchternheit, Unsicherheitsgefühle und Ängste vergessen lässt.

 Kurzfristig fühlen die Jugendlichen dadurch Spannungen, Ärger und Frust nicht mehr, langfristig wird die Grundstimmung durch regelmäßigen Konsum jedoch schlechter und es gibt immer mehr Anlässe und Gründe zum kiffen.

Cannabis wird zum ständigen Begleiter, zur Fluchtmöglichkeit und zum scheinbaren Problemlöser, für viele aber auch der Ausdruck eines bestimmten Lebensstils. Cannabis hat sich zu einer regelrechten „Kultdroge“ entwickelt. Viele Heranwachsende können sich nicht mehr vorstellen, wie sie ihren Alltag ohne diese Droge bewältigen können.

 

Allerdings kann jeder Rausch einen unkontrollierbaren Verlauf nehmen und die fröhliche Stimmung kann ohne erkennbaren Grund plötzlich umschlagen – es kommt zu einem „ Horror-Trip“. Die Betroffenen verspüren große Angst und Panik, manchmal regelrechte Todesangst !

 

Für Eltern ist es gar nicht leicht zu erkennen, ob ihr Kind Drogen nimmt. Der Rausch beginnt ca. 10 Minuten nach dem Konsum und hält für zwei bis fünf  Stunden an. Die Pupillen sind dann erweitert und die Augen oft gerötet. Viele entwickeln dann einen Heißhunger, vor allem auf Süßes.

 

Auffälliger sind sicherlich die langfristigen Änderungen im Verhalten. Jugendliche, die regelmäßig kiffen, reagieren feindselig und gereizt, wenn man sie daraufhin anspricht.

Vor allem am Tag nach dem Konsum sind viele extrem aggressiv. Sie verhalten sich zunehmend emotional kalt und abweisend, obwohl dies nicht ihrem Wesen entspricht.

Selbst die Ausdrucksweise verändert sich : die Sprache verroht – der Jugendliche benutzt ordinäre Ausdrücke und  beschimpft Familienmitglieder und Menschen seiner Umgebung.

Seine Stimmung schwankt heftig und ändert sich schnell.

Der Jugendliche gibt frühere Freundschaften auf. Alle, die keine Drogen nehmen, findet er spießig und langweilig. Er bringt nur noch selten Freunde mit nach Hause, vor allem seine „neuenFreunde“ versucht er vor den Eltern zu verbergen.

 

Wenn Heranwachsende regelmäßig Cannabis konsumieren, reicht bald das Taschengeld nicht mehr aus. Viele suchen sich dann einen Job, um ihren Konsum weiterhin finanzieren zu können, oder sie versuchen ihren Eltern mehr Geld aus der Tasche zu ziehen. Der Einfallsreichtum kennt da keine Grenzen. Selbst eigene Klamotten oder PC-Spiele werden an Freunde verkauft, um weiterhin kiffen zu können.

Deshalb sollten Eltern aufmerksam werden, wenn ihr Kind plötzlich sehr viel Geld braucht oder sein zuvor Erspartes innerhalb kürzester Zeit verschwindet.

 

Weitere mögliche Veränderungen werden in der Fachsprache AMS = amotivationales  Syndrom genannt. Der Jugendliche leidet unter einem massiven Interessen-und Energieverlust, er gibt langfristige Ziele auf und verliert jegliches Durchhaltevermögen.

Er hat keine Lust mehr auf Schule, lernt kaum noch und beginnt zu schwänzen. Ausbildungen oder Studium werden oft abgebrochen. Er kommt morgens kaum noch aus dem Bett, wird gleichgültig und nachlässig.

Es regiert das Lust-Unlust –Prinzip : es werden nur noch die Dinge erledigt, die Spaß versprechen. Projekte, die er sich vorher sehnsüchtig erwünscht hat,

z. B. Führerschein, werden abgebrochen.

 Er hat zwar ständig neue und interessante Pläne, die er aber nie realisiert. Das Interesse an Dingen, die ihm früher Freude bereitet haben, lässt mehr und mehr nach und alte Hobbys werden aufgegeben.

 

Dies alles führt dazu, dass sich das Verhältnis zu Eltern, Geschwistern und Verwandten entsprechend verschlechtert. Wo vorher Vertrauen war, ist nun Misstrauen und Kontrolle.  Zudem geht der Jugendliche ständig auf Konfrontationskurs.

 Durch sein provokantes Verhalten erfährt er zunehmend ablehnende Reaktionen seiner Umwelt, die ihm als Alibi für seinen Konsum dienen. Nach dem Motto : „ ich kiffe, weil ich Stress habe“ – und nicht : „ ich habe Stress, weil ich kiffe“ !

 

Sicherlich kann jeder oben vorgebrachte Punkt bedeutungslos sein und eine normale pubertäre Erscheinung, die mit Drogen nichts zu tun hat. Sollten jedoch mehrere Punkte zutreffen und sich ein Jugendlicher für seine Umgebung zu einem völlig fremden Menschen entwickeln, ist zumindest Aufmerksamkeit geboten.

 

In den letzten Jahren hat sich die medizinische Forschung intensiver mit den gesundheitlichen Folgen beschäftigt, die ein Dauerkonsum mit sich bringt.

Erwiesen ist, dass das Kurzzeitgedächtnis stark beeinträchtigt ist- damit wird schnell klar, warum die Schulleistungen oft so rapide sinken. Aber auch andere Hirnareale sind betroffen, so dass insgesamt die intellektuelle Leistungsfähigkeit herabgesetzt ist.

In einem Cannabisrausch erhöht sich der Herzschlag auf 150 Schläge pro Minute. Die damit verbundene Überbeanspruchung des Herzmuskels kann gefährlich

werden !

Es kommt zu Schädigungen der Lunge, Bronchialreizungen- und entzündungen. Das Krebsrisiko in den oberen Atemwegen ist erhöht und die Betroffenen sind wesentlich jünger als Krebspatienten, die „nur“ Tabak rauchen.

 

Was viele männliche Jugendliche von einem Konsum abhalten könnte, ist die Tatsache, dass Cannabismissbrauch zu einer Verminderung des Testosteron- Spiegels führt. Das bedeutet, dass im Körper bis zu 40 % weniger männliche Hormone gebildet werden, was Impotenz und vorübergehende Unfruchtbarkeit nach sich ziehen kann.

 

Erst in letzter Zeit gibt es wissenschaftliche Abhandlungen darüber, dass sich ein chronischer  Cannabiskonsum auf die Zellteilung auswirkt.  Dies kann dazu führen, dass das Immunsystem geschwächt wird und der Organismus nicht mehr auf  bakterielle oder Virusinfektionen reagieren kann.

 

Wirklich erschreckend ist die Tatsache, dass Cannabiskonsum Psychosen auslösen kann. Die Betroffenen haben Halluzinationen, sie hören Stimmen, leiden an Verfolgungswahn und haben verschiedene paranoide Ideen. Diese Symptome können von kurzer Dauer sein und von allein abklingen, können aber bei fortwährendem Konsum auch chronisch werden. Cannabismissbrauch kann der Auslöser einer Schizophrenie sein !

 

Zudem darf man nie außer acht lassen, dass Haschisch nach wie vor als die Einstiegsdroge für „härtere“ Drogen, wie z.B. Heroin , gilt.

 

Sobald Cannabis regelmäßig und häufig konsumiert wird, hört es schnell auf die sanfte und friedliche „Flower-Power-Droge“ zu sein !

 

 

 

                                                                                   

                                                                          

                                                          

        Teil 2  :  Party- und Designerdrogen

 

 

Vor allem am Wochenende strömen viele Jugendliche in Diskotheken und Clubs, um sich vom Ärger und Frust der Woche zu befreien. Mit dem Boom der Technopartys

 (  Raves ), stieg auch die Verbreitung der Partydroge Ecstasy.

Diese Partys ziehen sich häufig von Freitagabend über das ganze Wochenende hin. Um dies überhaupt durchzuhalten greifen viele Jugendliche zu kleinen, bunt und harmlos aussehenden Pillen, die einfach geschluckt oder als Kapseln in Flüssigkeit aufgelöst werden.

Ecstasy ist ursprünglich eine chemisch hergestellte Substanz aus dem Wirkstoff  MDMA ( Methylen-Dioxy-Methyl-Amphetamin ). Anfangs des 20. Jahrhunderts wurde diese Substanz als Arzneimittel entwickelt, ist aber wegen ihrer Nebenwirkungen nie vermarktet worden.

Da die Herstellung seit dem Verbot in illegalen Labors erfolgt, ist heute die Zusammensetzung höchst unterschiedlich und die Gefahr ist groß,  dass dem Grundstoff noch weitere gefährliche Substanzen zugefügt wurden. Dementsprechend schwanken Reinheit und Konzentration, und somit ist das Risiko nicht einschätzbar.

Ecstasy bewirkt die Ausschüttung des körpereigenen Botenstoffes Serotonin

( Glücksgefühlauslöser ) und in geringerem Maße die  Freisetzung von Dopamin und Noradrenalin ( höhere Leistungsfähigkeit ).

Je nach Zusammensetzung haben diese Pillen eine aufputschende Wirkung, fördern Bewegungsdrang, nehmen Ängste, vermitteln intensive Gefühle, erleichtern den Kontakt zu anderen und versetzen bei intensivem Tanzen zu Technomusik in Trance.

Kurzum : sie unterstützen die Flucht aus der Wirklichkeit in eine Fantasiewelt mit angenehmen Gefühlen  - aber nur für kurze Zeit ! Nach ca. 6 Stunden lassen die Glückgefühle nach und die Realität kommt zurück. Je intensiver der Trip war, um so grausamer und düsterer erscheint nun der Alltag.

 

Aber auch die körperlichen Auswirkungen können fatal sein. Ecstasy schaltet das körpereigene Warnsystem aus. Die Konsumenten verspüren weder Hunger noch Durst und Schmerzen oder Erschöpfung werden nicht mehr wahrgenommen. Dies kann bei stundenlangem Tanzen dazu führen, dass der Körper austrocknet und überhitzt.

Der Puls ist erhöht, der Blutdruck steigt, die Kiefermuskulatur kann verkrampfen – es kann zu Kreislaufversagen und sogar zu einem Herzstillstand kommen.

 

Neben Ecstasy wird in der Partyszene auch häufig Speed konsumiert. Speed ist der Szeneausdruck für Amphetamine. Es wird als weißes Pulver geschnupft, als Pille geschluckt oder gespritzt. Auch hier ist die genaue Zusammensetzung und Stärke meistens nicht bekannt.

Verunreinigungen, Beimischungen und Streckmittel führen nicht selten zu Vergiftungen.

 

In den zwanziger Jahren galt Amphetamin als „Wundermittel“. Es wurde als Stimmungsaufheller gegen Depressionen eingesetzt und im 2. Weltkrieg als Aufputschdroge in verschiedenen Armeen, vor allem bei den Fliegern. Später entdeckten es Studenten und Fernfahrer als ein leistungssteigerndes Mittel, das die Müdigkeit unterdrückt.

Bei Sportlern wurde und wird es als Dopingmittel missbraucht. Längere Zeit war es auch als Appetitzügler zugelassen und wird deshalb auch heute gerne von Models und jungen Mädchen konsumiert, die jegliches Hungergefühl unterdrücken möchten, um unbedingt schlank zu sein.

 Amphetamine unterliegen dem Betäubungsmittelgesetz und sind verschreibungspflichtig. Sie   sind dem körpereigenen Adrenalin ähnlich.

 Der Konsument von Speed erlebt eine gesteigerte Wachheit und ein ( subjektives )  Gefühl erhöhter Leistungsfähigkeit. Speed vermindert die Fähigkeit zur Selbstkritik. Extreme Unruhe, Selbstüberschätzung und Waghalsigkeit sind die Folge – was sich vor allem bei den nächtlichen Heimfahrten von den Diskotheken oft bemerkbar macht.

Die Droge macht aggressiv, häufig kommt es zu unkontrollierter Gewalt.

Die körperlichen Auswirkungen gleichen teilweise denen von Ecstasy.  Neben Kreislaufproblemen und Leberschäden kann es zu Angstzuständen, Verfolgungswahn und starken Halluzinationen kommen.

Amphetamine machen schnell abhängig. Um immer wieder die gleiche Wirkung zu erleben, muss die Dosis immer weiter gesteigert werden – und damit wächst auch die Gefahr einer tödlichen Überdosierung.

 

Crystal  ( Glass, Ice ) gehört zur Gruppe der Metamphetamine. Diese Droge ist extrem gefährlich, da sie mit einem wesentlich höheren Reinheitsgehalt ( ca. 90 % ) gehandelt wird als das artverwandte Speed und sie hat eine  Wirkungsdauer von bis zu 20 Stunden.

Sie wurde in der Vergangenheit zumeist in osteuropäischen Ländern illegal hergestellt und dort mit feinen Glassplittern gestreckt – daher der Name. Die körperlichen Schäden können sehr extrem ausfallen: Hautentzündungen, Hirnblutungen, Lähmungen und Organblutungen.

 

Abhängigkeit ? Sucht ? Das kann in unserer Familie nicht vorkommen – so lautet ein weit verbreitetes Vorurteil. Leider gilt aber : Jeder Mensch kann süchtig werden ! Die Gründe dafür, die Auslöser und Ursachen von Suchtverhalten kann man nicht eindeutig klären. Vermutlich sind mehrere Faktoren maßgebend, wie körperliche und seelische Veranlagung, Erziehung und Lebensgeschichte, Freundeskreis, Verfügbarkeit und Wirkung der Droge sowie Dauer des Konsums. Einen sicheren Schutz vor ( späterer ) Drogenabhängigkeit gibt es leider auch nicht.

 

Trotzdem können Eltern ein paar Dinge in ihrer Erziehung beherzigen :

Ein gesundes Selbstvertrauen, Selbständigkeit und Unabhängigkeit sind eine gute Grundlage für ein drogenfreies Leben.

Lassen Sie daher Ihr Kind Probleme und Schwierigkeiten möglichst selbst lösen und trauen Sie ihm zu, altersgerechte Aufgaben selbständig zu erledigen.

Zeigen Sie Ihrem Kind, wie es mit Gefühlen wie Angst, Wut, Langeweile oder Einsamkeit umgehen kann.

Seien Sie selbst ein gutes Vorbild, was den Konsum von Tabletten, Alkohol oder Nikotin betrifft !

Verabreichen Sie nicht gleich Medikamente, wenn Ihr Kind über Kopfschmerzen oder Schlaflosigkeit klagt und lehnen Sie leistungsssteigernde Mittel bei Schulproblemen ab !

Informieren Sie sich über Drogen und sprechen Sie rechtzeitig und offen mit Ihrem Kind darüber. Die meisten Eltern sind mit Ihrer Aufklärungsarbeit viel zu spät dran, - Kinder haben heute oft schon mit 12 Jahren die ersten Kontakte zu Drogen.

Geben Sie Ihrem Kind klare Grenzen als Orientierungspunkte. Eltern, die Ihre Kinder nur verwöhnen, ihnen alle Schwierigkeiten abnehmen, nie Verzicht fordern und sie gewähren lassen, gefährden deren Persönlichkeitsentwicklung.

Andererseits ist es wichtig, dass jedes Kind altersgerechte Freiräume hat, die eine Erziehung zur Eigenverantwortlichkeit ermöglichen.

 

Sollten Sie bereits Gewissheit haben, dass Ihr Kind schon Drogen konsumiert bzw. konsumiert hat, vermeiden Sie erst einmal jede Panikreaktion.

Brechen Sie den Kontakt nicht ab, sondern sprechen Sie offen über Ihre Ängste und Befürchtungen – wenn möglich ohne Vorwürfe ! Ein kurzfristiges Ausprobieren von Drogen z.B. aus Neugierde oder weil der Jugendliche einem gewissen Gruppendruck unterliegt, bedeutet nicht gleich Abhängigkeit oder Sucht.

Schränken Sie die Geldzufuhr drastisch ein , z.B. keine Geldgeschenke mehr zum Geburtstag und zahlen Sie das Taschengeld nur noch in kleinen Teilbeträgen aus.

Ist Ihr Kind jünger als 15 Jahre, sollten sie versuchen mehr Zeit für gemeinsame Unternehmungen aufzubringen und damit den „Spielraum“ nach außen einzuschränken.

Bei älteren Jugendlichen gilt : Übertragen Sie Ihrem Kind die volle Verantwortung für sich selbst und sein Handeln, damit es auch die negativen Auswirkungen für sein Verhalten erfährt , d.h. die Freiräume sind eher zu erweitern, damit schärfere Konsequenzen und somit ein ( hilfreicher ) Leidensdruck entsteht.

 

 Legen Sie für zuhause Grenzen fest, damit Sie und Ihre anderen Kinder in der Lebensqualität nicht völlig eingeschränkt werden. Dazu gehören die Forderung, dass Sie das Aufbewahren und den Konsum in Ihren eigenen vier Wänden strikt verbieten.

Sollten Sie auf Drogen oder die dazu benötigten Utensilien stoßen – ab damit in die Mülltonne !

Ebenso sollten Sie dem Jugendlichen klar machen, dass für seine drogenabhängigen Freunde bei Ihnen zuhause kein Platz ist.

 

Abhängige verheimlichen, verniedlichen und täuschen sich selbst und andere. Sie sind sich ihrer Lage meist durchaus bewusst, sind aber unfrei und krank. Versprechen und gute Vorsätze können sie deshalb meist nicht einhalten.

 

Fordern Sie daher von Ihrem drogenabhängigen Kind, sich in Behandlung zu begeben und versuchen Sie in Ihrer Haltung liebevoll aber konsequent zu bleiben.

Nehmen Sie unverzüglich Kontakt zu einer Suchtberatungsstelle auf, dort bekommen Sie weitere Informationen und Verhaltenshilfen.