Kinder und Scheidung

        Scheidung – und was wird aus den Kindern ?                                  Teil 1

 

 

Im vergangenen Jahr wurden rund 230.000 Scheidungen registriert, d.h. 180.000 Kinder mussten die Trennung ihrer Eltern miterleben.

 

Für Kinder ist die Trennung der Eltern zunächst immer ein Drama. Die Schwierigkeiten, Ängste und Probleme denen sie sich ausgesetzt sehen, übersteigen alles, was sie bisher erlebt haben.

Deshalb sollte jedes Paar, das über eine Trennung nachdenkt, nicht vorschnell handeln und den Kindern zuliebe zuerst eine Frage klären : Lassen sich die Probleme in der Ehe lösen ( vielleicht  mit einer Eheberatung oder Paartherapie ), oder ist die Trennung tatsächlich die einzige Möglichkeit ?

 

Die Entscheidung, sich vom Partner zu trennen, ist sicherlich mit eine der schwierigsten, die man je treffen muss und zieht sich oft jahrelang hin.

Einerseits weiß man, dass eine Scheidung das einzig Richtige wäre, andererseits schreckt man vor dem zurück, was alles auf einen zukommen kann.

Zwischen all den Überlegungen um die eigene Person und die Partnerschaft drängt sich die Sorge um die Kinder. Werden diese über die Trennung ihrer Eltern hinwegkommen, oder ein Leben lang darunter leiden ? Werden später einmal ihre eigenen Beziehungen davon beeinflusst sein ? Sollte man also der Kinder wegen an seiner Ehe festhalten ?

 

Mit diesen Fragen haben sich Psychologen an verschiedenen Universitäten jahrelang beschäftigt.

Kinder reagieren teilweise heftig auf Streit und Ärger in der Familie. Sie leiden häufig an Kopf – und Bauchschmerzen, haben Schlafstörungen , Probleme in der Schule und im sozialen Verhalten.

In einem Familienleben, das von Konflikten geprägt ist, erlernen die Kinder keine sozialen Fertigkeiten, sie wissen nicht, wie man Probleme lösen kann und können mit den eigenen, aber auch mit den Gefühlen anderer nicht umgehen. Vor allem laute und heftige Auseinandersetzungen der Eltern rufen bei Kindern häufig aggressives Verhalten hervor.

Verhaltensauffälligkeiten, die Kinder nach einer Scheidung zeigen können, sind im wesentlichen nicht auf die Trennung an sich zurückzuführen, sondern sind vielmehr eine Reaktion auf die belastende Atmosphäre, mit der sie vorher im Elternhaus zurecht kommen mussten.

 

Es hat sich gezeigt, dass es Kindern aus Scheidungsfamilien, nach einer schwierigen Anpassungszeit von ca. zwei Jahren, besser ging als Kindern, deren Eltern eine dringend notwendige Trennung hinauszögerten. Denn der ständige Streit der Eltern ist für Jungen und Mädchen kaum auszuhalten und sie geraten oft in Loyalitätskonflikte, weil sie dabei als Schiedsrichter missbraucht werden.

Deshalb kann eine Scheidung durchaus auch eine Entlastung für die Kinder sein.

Insgesamt kamen die Psychologen zu dem Ergebnis : Besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende !

 

Für die meisten Kinder ist also nicht die Trennung der Eltern an sich ein Problem, sondern die Art und Weise, wie sich die Eltern trennen und wie sich ihr Leben dann gestaltet !

 

 

Schon lange vor einer Trennung spüren Kinder, dass etwas nicht stimmt, auch wenn die Eltern versuchen ihre Auseinandersetzungen und Konflikte nicht vor ihnen auszutragen.

Die angespannte Atmosphäre verunsichert jedoch die Kinder. Sie schwanken zwischen der Hoffnung, dass alles wieder gut wird , und der Angst, dass etwas Bedrohliches passiert.

Deshalb brauchen Kinder klare Botschaften und Antworten auf ihre Fragen. Sie haben einen Anspruch darauf, dass die Eltern sie informieren und über die Trennung sprechen und nicht ausweichend reagieren.

 

Sollten Sie und Ihr Partner sich also für eine Scheidung entschieden haben, ist es Zeit die Kinder davon gemeinsam zu unterrichten. Damit vermitteln Sie, dass sich auch künftig beide  um sie kümmern und sorgen werden.

Keinesfalls darf ein Partner in einer „Nacht – und Nebel Aktion“ einfach ausziehen !

 

Die Kinder werden viele Fragen haben, hinsichtlich dessen, was sich alles ändern wird.

Deshalb ist es notwendig, dass Sie vorher mit Ihrem Partner genau klären, wie im Trennungsjahr alles ablaufen soll. Wer zieht aus, bei wem bleiben die Kinder, wie sieht die finanzielle Situation aus, sollen feste Besuchszeiten vereinbart werden und welche Regelungen sollen vorerst gelten ?

Räumen Sie den Kindern, wenn möglich, ein gewisses Mitspracherecht ein.

Kinder machen in Bezug auf ihre eigene Person und Situation oft gute Vorschläge und haben Ideen, auf die Erwachsene nicht so leicht kommen. Prüfen Sie, ob sich manches vielleicht umsetzen lässt. Manchmal sind es nur „Kleinigkeiten“, die sich Kinder wünschen. So gewinnen sie das Gefühl, dass sie dem Geschehen nicht machtlos ausgeliefert sind, sondern auch ein wenig Kontrolle darüber haben, was mit ihnen passiert.

 

Die Kinder müssen erfahren, wie ihr tägliches Leben zunächst aussehen wird. Sprechen Sie aber nicht nur darüber, was sich alles verändern wird, sondern auch darüber, was bestehen bleibt ( z. B. der regelmäßige Schwimmbadbesuch mit den Großeltern ). Je konkreter die Informationen zum Alltag sind, die Sie Ihren Kindern geben können, desto besser können diese sich darauf einstellen.

 

Seien Sie jedoch aufrichtig und machen Sie keine Versprechungen, die Sie nicht sicher halten können. Im Augenblick sind kleine Lügen vielleicht eine Erleichterung, aber die langfristige Folge könnte sein, dass Ihr Kind Ihnen nicht mehr vertraut.

 

Sorgen Sie dafür, dass sich Ihr Kind nicht für die Trennung verantwortlich fühlt. Gerade jüngere Kinder beziehen alles, was sich in ihrer Umgebung ereignet auf sich selbst – sie sehen Zusammenhänge, die es so gar nicht gibt. Daher müssen Sie Ihrem Kind erklären, dass es keine Schuld hat an den Auseinandersetzungen und dem Streit zwischen Ihnen und Ihrem Partner.

Kinder dürfen nie das Gefühl haben, dass sie durch ihr Verhalten die Trennung der Eltern herbeigeführt haben  – aber sie müssen auch wissen, dass sie die Trennung nicht verhindern können.

 

Gerade jetzt brauchen die Kinder die emotionale Nähe beider Elternteile. Versuchen Sie, trotz aller Sorgen, viel Zeit mit ihnen zu verbringen und gleichen Sie durch bewusste Zuwendung deren Schwierigkeiten mit der belastenden Situation wieder etwas aus.  Die wichtigste Botschaft für Ihr Kind sollte sein :  Trotz aller Probleme – Mama und Papa haben dich lieb´ und sind für dich da !

 

Wie Kinder letztendlich die Nachricht von der Trennung der Eltern aufnehmen, hängt von ihrem Alter und ihrem Temperament ab. Manche reagieren mit geballter Wut, andere mit Trauer und Verzweiflung. So schwer das für Sie als Eltern auch sein mag:  das Kind muss seine Gefühle ausdrücken dürfen. Oft geht es später den Kindern schlechter, die zunächst scheinbar gut mit allem fertig werden und sehr vernünftig reagieren.

Sollte Ihr Kind nicht darüber reden wollen oder zieht es sich zurück, geben Sie ihm etwas Zeit und suchen Sie immer wieder das Gespräch.  Es kann sein, dass Ihr Kind in seinem Innersten noch auf Abwehr eingestellt ist und einfach noch nicht bereit ist, sich mit der neuen Situation auseinander zu setzen.

 

Gerade ältere Kinder verdrängen ihre gefühlsmäßigen Reaktionen auf die Trennung ihrer Eltern. Ihr Leiden findet im Verborgenen statt – und das oft in großer Einsamkeit. Sie haben den Eindruck, ihre Gefühle gegenüber den Eltern nicht offen zeigen zu dürfen, da sie spüren, wie sehr diese selbst unter den momentanen Umständen leiden.

 Jugendliche in der Pubertät können nur schlecht mit ihren eigenen Gefühlen umgehen – sie wollen um jeden Preis „cool“ erscheinen. In diesem Fall könnten die Eltern versuchen, eine außenstehende Person , zu der der Jugendliche Vertrauen hat, mit einzubeziehen. Dies kann ein Verwandter oder Bekannter sein – Hauptsache jemand, mit dem der Jugendliche offen über seine Ängste und Probleme reden kann.

 

Man kann bei einer Trennung einiges falsch, aber auch vieles richtig machen. Es hängt im Wesentlichen von Ihnen ab, ob Ihre Kinder dabei Schaden nehmen !

 

 

                                                                             

                                                                             

                                 

                                                      

 

Eltern bleiben Eltern – auch nach ihrer Scheidung   (Teil 2 )

 

Diese Theorie stimmt zwar – doch die Realität sieht leider anders aus. 40 % aller geschiedenen Eltern haben überhaupt keinen Kontakt mehr zueinander und 70 % gaben bei einer Umfrage an, nie oder nur gelegentlich über die Kinder, deren aktuelle Probleme, Entwicklungsphasen oder Erziehungsziele zu sprechen.

Fast allen Paaren fällt es schwer, sich nach ihrer Trennung weiterhin als Eltern zu begegnen.

 

Eigentlich kein Wunder – schließlich haben sie sich ja getrennt, weil sie sich nicht mehr verstanden haben. Die vielen gegenseitigen Verletzungen und Kränkungen lassen sich nicht ungeschehen machen.

Gerade im ersten Jahr nach einer Scheidung nehmen die Streitigkeiten meist noch zu, statistisch gesehen ist erst nach zwei Jahren eine Besserung zu erwarten.

Aber auch wenn es schwierig ist, viel Kraft und Überwindung kostet, haben getrennt lebende Paare die Pflicht weiter als Eltern zusammen zu arbeiten !

Gelingt dies nicht, sind eindeutig die Kinder die Verlierer !

 

Damit es nicht soweit kommt, kann es sinnvoll sein, sich professionelle Hilfe zu suchen. In gemeinsamen Gesprächen stellt sich dann oft heraus, dass die Gründe, die zur Scheidung geführt haben, nach einer Trennung gar nicht mehr relevant sind und dass man sich in vielen Punkten einig werden kann, wenn man es schafft die persönliche Wut und Enttäuschung zu zähmen.

Viele geschiedene Paare erfahren nach einer langen „Kriegszeit“ zum ersten Mal wieder, dass das Wohl der Kinder und deren Erziehung noch ein gemeinsames Anliegen und Ziel ist.

 

Kinder reagieren sehr verschieden auf die Trennung ihrer Eltern.

Säuglinge und Kleinstkinder entwickeln manchmal Schlaf – oder Essstörungen, gewöhnen sich aber meist sehr schnell an die veränderte Situation. Kindergartenkinder hingegen verstehen die Gründe für die Trennung nicht. Streit ist für sie nicht einleuchtend, da sie selbst sich ja auch mit Geschwistern oder Spielkameraden streiten, anschließend aber auch wieder versöhnen. Dazu kommt, dass Kinder in diesem Alter noch nicht über Konfliktlösungsstrategien verfügen – sie können sich noch nicht bei anderen aussprechen oder sich beraten lassen.

 

Viele Vorschulkinder entwickeln starke Trennungsängste oder Angstzustände, die sich in einem anklammernden Verhalten zeigen können. Manche Kinder möchten unbewusst wieder wie Säuglinge umsorgt und geliebt werden und reagieren mit Bettnässen, Schlafstörungen, Daumenlutschen und seltsamen Essgewohnheiten. In vielen Fällen ändert sich auch das Spielverhalten : sie beteiligen sich nicht mehr oder werden aggressiv.

 

Schulkinder erleben die Trennung der Eltern als Bedrohung ihrer Existenz, sie fühlen sich häufig verlassen und hilflos und haben Angst vor der Zukunft. Sie hoffen oft noch lange Zeit auf eine Versöhnung der Eltern.

Sie tendieren dazu, ihre eigenen Familienverhältnisse mit denen anderer Kinder zu vergleichen, sie schämen sich und versuchen manchmal die Trennung der Eltern vor anderen zu verheimlichen.

Ältere Kinder ergreifen oft Partei und machen einen Elternteil für das Zerbrechen der Familie verantwortlich. Vor allem wenn Vater oder Mutter depressiv werden oder womöglich mit Selbstmord drohen, machen sie sich große Sorgen und verlagern alle Energie auf die Familie und vernachlässigen Schule und Freundeskreis.

Es kann zu Störungen im Sozialverhalten kommen, zu Alpträumen, Nervosität,

Magenbeschwerden, Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen.

 

Jugendliche haben die Konflikte der Eltern meistens sehr bewusst miterlebt und sehen die Scheidung eher realistisch. Da die Erwachsenen sich jedoch mehr auf die jüngeren Geschwister oder sich selbst konzentrieren, werden sie mit den Problemen der Pubertät allein gelassen.

Allerdings haben Jugendliche zumeist genug außerfamiliäre soziale Kontakte, die ihnen helfen, sich von den Problemen der Eltern abzugrenzen ; d.h. viele ziehen sich von der Familie zurück.

Manchmal versuchen männliche Teenager ihrer Mutter den Partner zu ersetzen und nehmen die Rolle des Vaters ein, tragen Verantwortung und treffen Entscheidungen – womit sie deutlich überfordert sind.

 

Die meisten Verhaltensauffälligkeiten von Kindern nach einer Scheidung verschwinden  im Verlauf von einigen Wochen oder Monaten wieder.

Die Eltern sollten diese Symptome eher als Hilferuf verstehen und nicht ärgerlich oder mit Strafen reagieren. Mit viel Liebe und Zuneigung schaffen es die meisten Kinder die Trennung der Eltern gut zu verarbeiten.

Sie können die Anpassung Ihrer Kinder an die neue Situation fördern, indem Sie möglichst bald zur „Alltags-Routine“ zurückfinden und möglichst viel Kontinuität zu bewahren versuchen.

 

Wichtig ist, dass Sie klare Verhaltensregeln formulieren und den Kindern eindeutige Grenzen setzen. Insbesondere aus eventuell vorhandenen Schuldgefühlen heraus, sollten Sie Ihre Kinder nicht übermäßig verwöhnen. Eindeutige Regeln und Normen geben den Kindern Sicherheit und Geborgenheit.

Beachten Sie auch, dass Ihre Kinder manchmal versuchen werden, Sie gegen den anderen Elternteil auszuspielen oder Sie zu manipulieren, um bestimmte Vorteile zu erreichen. Um eben dieses zu vermeiden, sollten Sie unbedingt im regelmäßigen Gespräch mit Ihrem Expartner bleiben.

 

Sichern Sie Ihren Kindern zusätzliche Quellen der Liebe und Unterstützung indem Sie ihnen den Kontakt zu allen Großeltern und Verwandten erhalten. Sie und Ihr Expartner sollten allerdings dafür sorgen, dass die Kinder dort nicht gegen ein Elternteil negativ beeinflusst werden.

Versuchen Sie nie die Kontakte zum getrennt lebenden Elternteil zu unterbinden ! Vermeiden Sie es, die Kinder als Waffen im Scheidungsprozess zu benutzen, sie in die Konflikte mit Ihrem Expartner hineinzuziehen, sie nach Besuchen auszuhorchen oder als Nachrichtenkuriere zu missbrauchen !

 Solche Verhaltensweisen rächen sich oft einige Jahre später, wenn die Kinder älter geworden sind und eine eigene Sicht der Dinge entwickeln.

 

Zumeist ist es auch sinnvoll die Erzieher/innen oder Lehrer/innen über die veränderte Familiensituation zu informieren. Diese sind dann nicht überrascht, sollte es zu einem Leistungsabfall oder zu Verhaltensauffälligkeiten kommen und können dann angemessen reagieren.

 

Ist die Trennung noch zu schmerzvoll und Sie können Ihren Expartner im Moment nicht sehen oder mit ihm reden, suchen Sie sich eine vertrauensvolle , neutrale dritte Person, die für Sie einspringt – die Kinder abholt oder bringt, Nachrichten übermittelt o.ä., bis Sie mehr Distanz entwickelt haben.

 

In   95 % der Fälle leben die Kinder nach einer Trennung bei der Mutter. Für sie ist die Bewältigung des Alltags oft ein großer Kraftakt, da sie neben dem Haushalt und der Fürsorge für die Kinder sich nun auch wieder vermehrt um ihren Beruf kümmern muss. Dabei bleibt ihr kaum noch Zeit für sich selbst und für eigene Bedürfnisse. Gerade deshalb  sollten Mütter die Zeit genießen, die die Kinder bei ihrem Vater verbringen.

Machen Sie sich keine unnötigen Gedanken, wenn diese manchmal bedrückt von den Besuchen zurückkommen – dies bedeutet nicht, dass sie dort unglücklich waren oder Ihr Exmann nicht mit den Kindern umgehen kann. Sehr wahrscheinlich erinnern die Besuche die Kinder  daran, dass die Familie nun getrennt ist und dass sie selbst nichts tun können, um daran etwas zu ändern.

 

Als Vater sollten Sie versuchen, die Beziehung zu Ihren Kindern aufrechtzuerhalten. Bei jüngeren Kindern ist die Regelmäßigkeit von Besuchen besonders wichtig, bei älteren sollten Termine hingegen flexibel gehandhabt werden, da diese ja auch schon eigenen Interessen nachgehen möchten und ihren Freundeskreis pflegen wollen. Auf jeden Fall sollten Sie sehr zuverlässig sein, was diese Besuchstermine angeht !  

Falls möglich sollte Ihre Wohnung zu einem zweiten Zuhause für die Kinder werden. Ideal wäre ein eigenes Zimmer, aber zumindest sollte ein Schrank vorhanden sein, wo die Kinder Kleidung, Spielzeug oder Bücher aufbewahren können.

Beteiligen Sie die Kinder an Ihrem eigenen Leben, entwickeln Sie eine gewisse Routine bei deren Besuchen, legen Sie Regeln fest und sorgen Sie dafür, dass die Kinder auch bei Ihnen gewisse Pflichten übernehmen. Es ist nicht der Sinn eines Besuchs, dass Sie die Kinder mit Geschenken überhäufen oder ihnen ein kostspieliges Freizeitprogramm bieten.

 Auch wenn die Kinder nicht mehr bei Ihnen leben – Sie sind weiterhin für deren Erziehung mit zuständig und verantwortlich !

 

Natürlich werden Sie nicht alle diese Empfehlungen berücksichtigen können, vor allem wenn Ihr Expartner nicht mitspielt. Dennoch sollten Sie in Ihren Bemühungen nicht nachlassen – Ihre Kinder werden Ihnen später einmal dafür dankbar sein.

Vor allem : haben Sie auch Nachsicht und Geduld mit sich selbst ! Es ist nur menschlich, wenn man kurz nach der Trennung dem Expartner vielleicht noch „eins auswischen“ möchte – doch bitte nicht auf Kosten der Kinder !

 

Machen Sie sich keine Vorwürfe, wenn Sie Ihren Kindern gegenüber manchmal gereizt sind oder falsch reagieren. Akzeptieren Sie Ihr Verhalten und entschuldigen Sie sich später. Ihre Kinder werden dies verstehen. Schließlich ist kein Mensch perfekt !

 

 Sollte die Situation jedoch für Sie zu viele emotionale und psychische Probleme mit sich bringen, mit denen Sie nicht mehr fertig werden, suchen Sie sich professionelle Hilfe und Unterstützung. Psychologen oder Psychotherapeuten können Ihnen helfen eine Trennung zu verarbeiten.