Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie versteht psychische Krankheit als eine erworbene Störung des Verhaltens.
Gestörtes Verhalten wird danach erlernt und hat nachteilige Folgen für die Person und / oder die Umwelt. Nicht die psychische Erkrankung an sich, sondern das gestörte Verhalten stellt also das zu behandelnde Problem dar.

In der Verhaltenstherapie wird die Lebensgeschichte des Klienten als eine Lerngeschichte aufgefasst, in deren Verlauf dieser ein Verhalten erlernt hat, das zum Problem geworden ist.
Zunächst wird in einer Verhaltensanalyse das Problem genauer betrachtet, anschließend kommen je nach Störungsbild unterschiedliche Behandlungsmethoden zum Einsatz.

Die systematische Desensibilisierung ist z.B. ein Angstbewältigungstraining, das den Klienten schrittweise und unter Einsatz von Entspannungstechniken mit den angstauslösenden Situationen in Berührung bringt.

Weitere Methoden sind :
Verhaltenstherapeutisches Rollenspiel , soziales Kompetenztraining, Selbstbehauptungstraining, Selbstkontroll-Techniken, Problemlösetraining, Reizüberflutung, usw.

Das Ziel der Verhaltenstherapie ist eine verbesserte Selbstwahrnehmung und - Kontrolle, sowie die Eigensteuerung.
Der Klient wird in den eigenen Fähigkeiten gestärkt, erkennt Zusammenhänge zwischen seinem Verhalten und seinen Problemen und lernt Schwierigkeiten und Krisen selbst zu bewältigen.

 

Angewendet wird die Verhaltenstherapie z.B. :

• bei Phobien, ( sozialen ) Ängsten und Panikattacken
• bei Zwängen
• bei Depressionen
• bei psychosomatischen Erkrankungen
• bei Ess-Störungen
• bei Alkohol,- Medikamenten,- und Drogensucht
• bei Verhaltensauffälligkeiten von Kindern und Jugendlichen
• bei Selbstwertproblematik
• bei Persönlichkeitsstörungen ( z.B. Borderline-Störung )